Abgang
DI 27. Februar, 19:30 Uhr

Eintritt: 8 € / 6 € (ermäßigt)
Für ABGANG können keine Karten vorbestellt werden, der Verkauf läuft ausschließlich über die Abendkasse.

Seit Herbst 2010 gedenkt Abgang Prominenten, die in den Wochen zuvor gestorben sind. Ob Künstler, Politiker oder Wissenschaftler: Durch ihre Texte, Lieder, Filme oder Erfindungen werden die Toten an diesem Abend noch einmal sehr lebendig. Dass dabei nicht lange geplant werden kann, liegt in der Sache der Natur.

Und gerade diese Spontaneität macht die Veranstaltung so einzigartig und abwechslungsreich. Wer wird dabei sein, welche Gäste kommen zusammen? Zufall und Schicksal entscheiden darüber oftmals wenige Stunden vor Veranstaltungsbeginn. Eins ist allerdings sicher: Abgang ist alles andere als eine langweilige Trauerfeier.

Beim Abgang lesen & singen Mitglieder der Gruppe Neues EnsemblE, die Textauswahl stellt Sascha Koal zusammen, der Leiter des Theater Felina-Areal.

Die Übersicht zum Februar-Abgang beginnt mit einer Frage:
Wie hieß die Freundin von Bambi? Genau: Faline. Gesprochen wurde sie von Ann Gillis, die auch in 2001 die Rolle der Mutter von Dr. Poole spielte.
Ausgangspunkt für solche Weltraumabenteuer war natürlich die Wissenschaft. Einer, der die Raumfahrt vorantrieb war der weissrussische Exilant Barys Kit.
In ganz anderen Sphären schwebt auch eine Zeit lang Rolf Zacher. Denn nach einem Unfall und Behandlung mit Morphium wurde er rauschgiftsüchtig. Bekanntheit erlangte der deutsche Schauspieler durch seine Rollen in Endstation Freiheit oder Go Trabi Go 2.
In diesem Film wie auch dessen Vorgänger gab Marie Gruber die Rita Struutz. Und sie war die Ehefrau von Stubbe und in Polizeiruf 110 die Kriminaltechnikerin Rosamunde Weigand.

Eine solche hat bei Jack Ketchum immer viel zu tun. Bereits Titel wie Beutegier, Amokjagd und Blutrot sprechen für oder - je nach Empfindlichkeit - gegen sich.

Ein filmischer Meilenstein in dieser Hinsicht war sicher Psycho von Alfred Hitchcock, der das Duschgefühl von Generationen verschärfte. Den Freund des reinlichen Opfers spielte John Gavin. Im selben Jahr trat er als Julius Caesar dem Aufstand des Spartacus entgegen.
Einem späteren amerikanischen Politiker servierte Reg E. Cathey die weltbesten Sparerips in seinem Freddy’s BBQ Joint. Doch nicht nur in House of Cards mischte der Schauspieler mit, ebenso in The Wire und Outcast war er mit von der Partie.
In letztgenannter Serie ging es um von Dämonen besessenen Menschen. Denen hätte sicher auch Michael Harner helfen können. Denn der amerikanische Anthropologe war der Experte im Bereich des Schamanismus.

Pressestimmen:

»Wenn es um den Tod geht, ist eigentlich niemandem zum Lachen zumute. Wenn das Neue Ensemble des Theater Felina Areal mit seiner Kultlesung auf der Bühne steht, dafür umso mehr.
„Abgang“ ist eine schräge Lesung, beliebt und hochgelobt und auf jeden Fall zum Totlachen. Das, was die Zuschauer im voll besetzten Theatersaal erwartet, ist mehr als nur tiefschwarzer Humor, es ist ein amüsantes Gedenken an jüngst verstorbene bekannte Schauspieler, Musiker, Dichter und Denker, bei dem nichts und niemand verschont bleibt. Doch ab und zu zeigt der Tod auch seine fröhliche Seite (...)

Die fünf Akteure spielen mit ihren Stimmbändern wie ein Orchester verschiedener Stimmlagen und Stimmungen. Sie greifenkleine Details akribisch auf, die in kurzen, unscheinbaren Nebensätzen versteckt sind.
Fazit: ein rundum gelungener Leseabend.«
Mannheimer Morgen (über Abgang Januar 2016)

»Anders als der Titel vermuten lässt, ist die Lesung witzig und alles andere als ein „Runterzieher“, packt schonungslos und unverblümt die großen Themen des Lebens an.«
Mannheimer Morgen (über Abgang März 2016)

»Die Stammgäste wissen, dass sie kein konventionelles Theater erwartet. Es ist vielmehr, als beobach- teten sie einen intellektuellen Kneipenabend alter Freunde mit einem Hang zur platonischen Nekrophilie.«
Mannheimer Morgen (über Abgang September 2015)

»Die Texte der Lesung hatte Regisseur Sascha Koal mit Sinn für Pointen und hintersinnigen Humor ausgesucht. Doch Gelächter beim kollektiven Gedenken an literarische, philosophische, politische und künstlerische Größen (...) – ist das erlaubt? Unsere Tage auf Erden sind begrenzt und nichts vergegenwärtigt diese Tatsache so sehr wie ein unerwarteter Tod. Doch es ist der Humor, der dafür sorgt, dass die Menschen nicht ihren Überlebenswillen verlieren (...)
Die vier Schauspieler jedenfalls zeigten, dass sie keine Trauerklöße sind. Mit überbordender Spielfreude schlüpften sie in mehr als 40 Rollen: Das Lachen und der Tod – bei ihrer brüllend komischen Lesung loteten sie genau diese Frage mit Feingefühl und Empathie aus.«
Mannheimer Morgen (über Abgang März 2015)

»Wer eine Trauerfeier erwartete, suchte diese vergebens. Stattdessen bahnte sich ein schräges, satirisches und existenziell philosophisches Ereignis an. Übermorgen wird der nächste gehen, aber wenn es schon passieren muss, dann stilvoll. Wenn schon Trauer, dann aber bitte richtig – mit viel Krach, Brimborium und Worten.
Aus allen möglichen Blickwinkeln präsentierten die sechs Schauspieler die jüngst Verstorbenen und schenkten den Zuhörern so den letzten, ultimativen Kick.
Ein „Abgang“ mit schrägen Gesangseinlagen, neurotischen Rettern, überdrehten Rückblicken auf die Vergangenheit und mit Schauspielern, deren Antworten auf essentielle Fragen so staubtrocken wie die Wüste Gobi daherkommen – einfach köstlich.«
Mannheimer Morgen (über Abgang Januar 2015)

»Nicht nur die intelligente und die Dinge auf den Punkt bringende Textauswahl war eine Meisterleistung, sondern auch die grandiose Darbietung der fünf Schauspieler, die in fiegendem Wechsel in mehr als 40 Rollen schlüpften.«
Mannheimer Morgen (über Abgang September 2014)

»...eine amüsante Lesung mit frech-frivolen musikalischen Akzenten...
„Abgang“ gleicht einem szenischen Abschiedsbrief - mit einem Augenzwinkern inszenierte, humorvoll bis leisemelancholische Reflexionen über das Leben, das Theater und den Tod.«
Mannheimer Morgen (über Abgang April 2013)

»Ein unterhaltsamer, lustiger, fantasievoller und abwechslungsreicher Abend.«
Mannheimer Morgen (über Abgang Januar 2013)

»Die Schauspieler packten ganz unverfroren ihre Gefühle in direkte Worte. Und genau diese Direktheit macht die Lesung so unverwechselbar. Der Tod, der alle verbindet, war zwar Ausgangspunkt des Programms, doch Lachen kann sehr befreiend sein.«
Mannheimer Morgen (über Abgang November 2012)

Das Bild unseres Fotografen DangerZone zeigt den Mittelpunkt Mannheims, den Sensenmann auf der Spitze des Paradeplatz-Brunnens.