IFFLANDS THEATRALISCHE LAUFBAHN

DIE MANNHEIMER JAHRE
Lesung zum 250. Geburtstag von August Wilhelm Iffland

Premiere: SO 19. April, 20 Uhr
weitere Aufführung: SO 26. April, 20 Uhr

Wiederaufnahme geplant für den Herbst 2009

 

Eintrittspreis: 8 € / 6 € (ermäßigt)


Textauswahl und Einrichtung: Sascha Koal
mit Hedwig Franke, Dirk Mühlbach und Gerhard Piske

 

Über die Feierlichkeiten anlässlich des Schillerjahres rückt etwas in den Hintergrund, dass ein anderer mit Mannheim verbundener Theatermann ebenfalls 2009, genauer am 19. April, seinen 250. Geburtstag feiert: August Wilhelm Iffland.

 

1777 mit 17 Jahren von seinem Elternhaus geflohen, um Schauspieler zu werden, kam er schon zwei Jahre später nach Mannheim und blieb dort bis 1796, 17 Jahre!

Er machte sich als einer der bedeutendsten Schauspieler seiner Zeit einen Namen, aber auch seine geschickt konstruierten Stücke galten als die Erfolgsgaranten, ja Erfolgsgranaten auf den zeitgenössischen Bühnen.

Doch auch seinen gleichaltrigen Kollegen Schiller unterstütze er, spielte bei der Uraufführung von DIE RÄUBER den Franz Moor und veranlasste den Autor des Stückes zu dem begeisterten Ausruf:

"Deutschland wird in diesem jungen Mann noch einen Meister finden."

 

Seine zwei Jahre nach seiner Mannheimer Zeit verfasste Autobiographie MEINE THEATRALISCHE LAUFBAHN macht deutlich, dass das Mannheimer Nationaltheater Iffland viel zu verdanken hat, da er auch in einer schwierigen Zeit gegen alle Widrigkeiten dieser Bühne treu geblieben ist. Nach Mannheim folgte der Ruf nach Berlin, er wurde Direktor des dortigen Nationaltheaters am Gendarmenmarkt. Er erwarb sich vielfältige Verdienste um die Verbesserung und gesellschaftliche Anhebung der Bühne, was 1811 mit dem Titel „Direktor der königlichen Schauspiele“ belohnt wurde; unter seiner Leitung entwickelte sich Berlin zu einer der führenden Theaterstädte im deutschsprachigen Raum. 1814 starb er dort und wurde in einem Ehrengrab in Kreuzberg beigesetzt.

Noch heute erinnert der so genannte "Iffland-Ring", der durch den jeweiligen Träger an den seiner Meinung nach bedeutendsten deutschsprachigen Schauspieler vererbt wird, an diesen Theatermenschen.

"Iffland eröffnete den tragischen Horizont des bürgerlichen Trauerspiels." (KLL)

 

Pressestimmen:

 

Auch für August Wilhelm Iffland, der in der legendären „Räuber“-Uraufführung des gleichaltrigen Friedrich Schiller den Franz Moor spielte, jährt sich der 250. Geburtstag. Sascha Koal, vielseitiger Theatermann in der Mannheimer freien Szene, stellt ihn im Theater Felina-Areal in einer szenischen Lesung mit hochkarätiger Besetzung vor.
Auswahl und Einrichtung des Texts, sowie dessen Interpretation durch Hedwig Franke, Dirk Mühlbach und Gerhard Piske sind so vorzüglich, dass die Lesung sehr viel spannender ist, als man es von der Materie erwartet hätte. Vokabular und Gedankenführung in diesem eher verblichen anmutenden Textstrang bewältigen die Interpreten so mühelos, dass der Hörer dessen Anforderungen kaum spürt.

DIE RHEINPFALZ

 

Ergreifend emotional lesen Hedwig Franke, Dirk Mühlbach und Gerhard Piske aus der Autobiografie, schildern die inneren Kämpfe und Motivationen des jungen Schauspielers, seinem Elternhaus den Rücken zu kehren und in eine ungewisse Zukunft aufzubrechen.

Sascha Koals Textauswahl, beruhend auf der Autobiographie und Kommentaren von Schiller, Dalberg wie auch zeitgenössischen Kritikern, zeichnet ein sehr plastisches Bild des Dramatikers. Empfindsam vorgetragen, wandelt der kurzweilige Abend auf den Spuren eines großen Theatermannes und entführt in eine Zeit, in der Mannheim leuchtete.

MANNHEIMER MORGEN

 

 

 

 

 

Holzbauerstr. 6-8 / Mannheim Neckarstadt-Ost / 0621 - 33 64 88 6  | info@theater-felina-areal.de