Tanz und Bewegung begeistert Kinder und Jugendliche aller Bildungsschichten, doch nach wie vor ist Tanz an den Schulen kaum vertreten, weder die aktive tänzerische Gestaltung noch das Heranführen an die Rezeption von künstlerischen Tanzdarbietungen.

Ziel des Projektes ist es, den tänzerischen Ausdruck stärker in den Unterricht zu integrieren, die Lust an der Bewegung und die motorischen Fähigkeiten zu fördern und damit zugleich die Schüler für die Würdigung der Kunstform Tanz zu sensibilisieren.

TANZ BEWEGT SCHULE will Berührungsängste abbauen, über die gemeinsame Arbeit der Jugendlichen miteinander integrativ wirken und deren Selbstwertgefühl wie auch das Erkennen der Wertigkeit des Anderen fördern, dazu beitragen, die soziale Kompetenz der Kinder und Jugendlichen nachhaltig zu entwickeln.

SchülerInnen aller Altersstufen und Schulformen bekommen die Gelegenheit ihre schöpferischen Fähigkeiten unter Anleitung professioneller TänzerInnen zu entfalten.

Im Projekt TANZ BEWEGT SCHULE vermittelt das THEATER FELINA-AREAL in Zusammenarbeit mit dem Dezernat für Bildung der Stadt Mannheim professionelle TänzerInnen der Freien Szene, die zugleich TanzpädagogInnen sind, an Schulen. In dieser Vermittlung wird das THEATER FELINA-AREAL in organisatorischer Hinsicht vom Regionalen Bildungsbüro Mannheim unterstützt.


Die Vertreter der Schulen erarbeiten zusammen mit den TänzerInnen für sie geeignete Module, sowohl was deren thematischen Inhalt als auch was deren Einbettung in den Schulalltag anbelangt.
 

Pressestimme:


Waldhof: Das „Theater Felina-Areal“ aus der Neckarstadt startet an der Waldhof-Grundschule das Projekt „Tanz bewegt Schule“ / Rektorin: Ein Glücksfall für uns
Soziales Miteinander tänzerisch trainieren

Von MM-Mitarbeiter Jan-Hendric Bahls


„Tanz bewegt Schule“ – mit dieser Zielvorgabe starteten jetzt Sascha Koal und sein Team vom „Theater Felina-Areal“ aus der Neckarstadt ihr gleichnamiges Projekt an der Waldhof-Grundschule. „Wir wollen die Mädchen und Jungen zum Mitmachen animieren, Beweglichkeit und Körpergefühl, aber auch das soziale Miteinander beim Nachwuchs stärken“, wie der Theatermacher verriet.


Für die Klasse 2c wurde es an diesem Nachmittag ernst. Eltern und Verwandte waren eingeladen, in der Turnhalle die Resultate der letzten fünf Wochen in Augenschein zu nehmen. Die Verantwortlichen fassten im Nachhinein den Erfolg der Übungen zusammen. „Es ist uns gelungen, in mehreren Wochenstunden Berührungsängste abzubauen und über die gemeinsame Arbeit der Jugendlichen gleichzeitig integrativ zu wirken“, betonte Sascha Koal.
Man habe das Selbstwertgefühl wie auch das Erkennen der Wertigkeit des Anderen fördern können.
Diese kreative Arbeit solle so einen wichtigen Beitrag leisten, die soziale Kompetenz der Kinder nachhaltig zu entwickeln. „Der Weg ist das Ziel, Tanz und Bewegung begeistert Kinder und Jugendliche aller Bildungs- schichten“, glaubt Koal. Doch nach wie vor seien solche Unterrichtsformen an den Schulen kaum vertreten.

 

 

Hier bei den Grundschulkindern sei der erste Ansatz erst einmal gewesen, an der Selbstwahrnehmung zu arbeiten. Die Tanzpädagogen Gaëlle Morello und Mario Heinemann stellten den Spaß und die Lust an der Bewegung in den Mittelpunkt, um die Schüler für die Möglichkeiten der freien Entfaltung zu sensibilisieren.
Das Projekt „Tanz bewegt Schule“ läuft seit diesem Schuljahr und wird unterstützt durch eine Kooperation des Theaters „Felina-Areal“ mit dem Fachbereich Bildung, dem Regionalen Bildungsbüro sowie professionellen Tänzern der Freien Szene.
„Wir hatten uns für einen Geldtopf beim Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg, der aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst zur Verfügung gestellt worden ist, beworben “, wie Sascha Koal berichtete. Die Waldhofschule sei dann von den Verantwortlichen des Fachbereichs vorgeschlagen worden. Rektorin Monika Walz-Kurz bezeichnete dies als Glücksfall. „Das Kollegium ist begeistert.“


Alle Klassen sollen von dem Projekt profitieren. „Um die Mädchen und Jungen zu erreichen, sind das Pflichtstunden wie Unterricht“, so die Schulleiterin. Zuerst habe man sich Sorgen gemacht, ob die Schüler
überhaupt Lust hätten. „War aber gar nicht nötig“, freute sich Walz-Kurz. Man sei dankbar für diese Initiative von außen. „Der Bedarf ist da, ebenso die Notwendigkeit“, unterstrich
Sascha Koal, der in Zukunft auch an Hauptschulen aktiv werden möchte. „Natürlich dann mit einem etwas veränderten Konzept.“

 

Mannheimer Morgen (Ausgabe Nord) - 22. Dezember 2010

 

 

Link zum Regionalen Bildungsbüro Mannheim.

 

 

Die Produktion wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Mannheim und den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

 

 

 


 

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